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Reich durch Onlinespiel

heise online berichtete vorgestern von einem Internetgamer, der in einer virtuellen Welt namens Entropia einen Nachtclub aufgemacht hat und damit bislang reale 1,5 Millionen USD verdient hat. Da fragt man sich:

  • Wie geht das überhaupt?
  • Was machen wir falsch?

Die erste Frage ist schnell beantwortet: Bei Entropia Universe handelt es sich um ein Multiplayer-Online-Spiel (MMORPG), bei dem man sich eine Spielfigur erschaffen und mit dieser dann die Spielewelt erkunden kann. Durch Tätigkeiten und Interaktion “lernt” der Charakter und entwickelt sich so mit der Zeit zu einer starken Figur.

In vielen Welten kann man sowohl friedvoll durch Handel oder Bergbau zu Vermögen und Ansehen kommen aber auch als Krieger und Kämpfer seinen Weg durchs virtuelle Universum schlagen. In allen Spielwelten gibt es eine Handelswährung, auf dessen Basis Waren und Leistungen gehandelt werden. Bei einigen Onlinegames aber, wie bspw. bei Entropia, ist die virtuelle Währung aber an eine reale Währung - hier: der US-Dollar - mit einem festen Wechselkurs gekoppelt. Der Clou ist, dass man das zunächst virtuell erworbene Vermögen dann in reales Geld umtauschen kann.

Jon Jacobs, in Entropia Universe bekannt als “Neverdie”, hatte vor wenigen Monaten für (reale) 100.000 US-Dollar einen Asteroiden mit einem Nachtclub erworben. Beides existiert nur in der virtuellen Umgebung von Entropia Universe. Spieler, die sich auf dem Asteroiden aufhalten, können dort besonders viele Rohstoffe erwerben.

Dennoch erklärt sich Jacobs, der früher Independent-Filme gedreht hat und jetzt hauptberuflich Betreiber des “Club Neverdie” in der virtuellen Welt ist, im Gespräch mit heise online den Erfolg nicht nur mit der privilegierten Ausstattung an Rohstoffen: Er lege vielmehr großen Wert darauf, den Gästen des Club Neverdie ständig etwas zu bieten. Beispielsweise lade er bekannte DJs aus der realen Welt ein, Parties zu veranstalten; auch habe er den Club aufwendig mit Werken amerikanischer Künstler dekoriert.

Wer sich mehr dafür interessiert, sollte sich zunächst den Heise Artikel durchlesen und dann auch einen Blick auf Realityport wagen, wo die Geschichte des Nachtclubs nachzulesen ist.

Zur Frage zwei: offensichtlich lässt sich mit Mut, einer guten Idee und Unternehmergeist selbst in der virtuellen Welt mehr Geld verdienen als in der notorisch klammen Kulturbranche. Damit stellen sich zwei neue Fragen. Wofür arbeitet man eigentlich?

  • Arbeitet man, weil man Spass an der Arbeit hat und einem die Arbeit erfüllt oder
  • weil man reich werden will?

Sollte man die zweite Frage bejahen ist es womöglich Zeit, alte Pfade zu verlassen und etwas ganz Neues anzufangen…. Wie man sieht: das Geld liegt auf der Strasse bzw. steckt im Computer - nur im Theater offensichtlich nicht (genügend).

Geschrieben am Sonntag, den 14. Mai 2006 um 12:28 Uhr, abgelegt in Fun, Netzwelt. Kommentare können per RSS 2.0 Feed verfolgt werden. Permanent Link. | Artikel ausdrucken

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1 Kommentar

  1. Gravatar
    tony
    Am 28. August 2006 um 14:57 Uhr

    hallo würde mich interessiren da auch mitzumachen habe mich merhmals da angemeldet aber mir wird der eingang nicht gewehrt


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