iPod rocks
Ich hatte es ja geahnt: Mein iPod und ich, wir sind mittlerweile unzertrennliche Freunde geworden. Mit dem Apple Virus infisziert hat mich übrigens Aidan Lang, der Regisseur der genialen Turn of the Screw-Inszenierung der letzten Spielzeit. Nachdem er sechs Wochen ununterbrochen von den Vorzügen von Apple und iPod im Besonderen gesprochen hatte, musste ich mir einen kaufen.
Gesteuert wird mein iPod mit iTunes. iTunes bringt die Songs von meinen CDs auf meine Computerfestplatte und von dieser dann auf des iPod Festplatte. Darauf passen je nach Größe mehrere tausend Songs oder ein paar Tage ununterbrochene Musikberieselung. (Auf meinem iPod tummeln sich gerade 448 Titel, bzw. 1,2 Tage Musik).
Meine Songs organisiere ich mittels Wiedergabelisten bzw. Playlists. Um Playlists ist sogar ein kleiner Hype entbrannt: im iTunes Online Music Store, der übrigens nur über die Software iTunes zu erreichen ist, kann man bspw. einen Blick in die Playlisten von Harald Schmidt, Till Brönner oder Phill Collins werfen und nachschauen, was die so hören. Die dort aufgelisteten Titel sind dann wiederum mit dem Shop verlinkt, sodass man sie bei Gefallen auch gleich für durchschnittlich 0,99 EUR pro Titel kaufen kann.
Der neueste Szenetrend ist aber eindeutig Podcasting, also das Produzieren und Veröffentlichen von Audiodateien über das Internet im Format eines Weblogs mit speziellem RSS-Feed. Sprich: jeder, der einen Computer mit Mikrofon hat, ist damit in der Lage, seine eigene Radioshow zu produzieren und diese in Form von 3-minütigen bis über einstündigen mp3-Files auf seine Homepage und damit ins Netz zu stellen.

Mindestens ebenso crazy drauf ist Tobis Podcast, der mit erfrischendem Mainzer Akzent über Gott und die Welt faselt und Blödsinn verkauft als wäre es die Wahrheit.
Der Großteil der Podcasts ist englischsprachig. Podcasts gibt es mitlerweile zu allen Themenbereichen: Musik, Wissenschaft, News (zb. täglich neu der Podcast der ARD Tagesschau oder der SWR3-Podcast zu aktuellen Themen), Comedy (Ö3-Wecker-Podcast), Sexualität (SuicideGirls, open source sex), Bildung (english as a 2nd language), Religion (buddistische Meditationen per iPod gefällig???)… Sogar die Politik hat Podcasting als Medium entdeckt: die SPD sendet neuerdings über iTunes und RSS-Feed ihre roten Socken in die Welt hinein.
Ihr seht: die Möglichkeiten Eures iPod sind grenzenlos. Mit iTunes holt Ihr Euch die Welt in Eure Ohrstöpsel. Podcasts sind mein täglicher Begleiter auf dem Weg zur Arbeit, meine Jazz-Playlists spielen mich in die Nacht.
Für den iPod gibt es mittlerweile ein breites Spektrum an Zubehör: Lautsprechersysteme wie mein inMotion, Armbänder, Taschen, Kabel und Dockingstations usw. Wer noch keinen iPod bestitzt, sollte spätestens jetzt mal einen Blick drauf werfen…
Geschrieben am Samstag, den 3. September 2005 um 16:52 Uhr, abgelegt in Apple. Kommentare können per RSS 2.0 Feed verfolgt werden. Permanent Link. | Artikel ausdrucken

